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Einweihungsfest der neuen Orgel
Sonntag, 6. November 2016

PDF Konzertprogramm 1 Seite
PDF Musiker 2 Seiten

PDF Festschrift zur Einweihung alle 24 Seiten

Unvergessliche Orgeleinweihung in der Kirche Weiningen
Von Kurt Pech
Am 6. November 2016 war es soweit, die neue Orgel wurde mit einem schönen Festakt eingeweiht.

Reformations-Gottesdienst
Der erste offizielle Ton, der auf der neuen Orgel gespielt wurde, war das tiefe C der Bombarde 16 Fuss, welcher Simon Plüer, Kirchenpflegepräsident auf der Orgel drückte, bis es ruhig war in der Kirche. Mit Stolz sagte er: "Es ist nicht jedem Kirchenpflege-
präsidenten gegönnt, bei einer Orgeleinweihung dabei zu sein, da das Instrument sicher länger hält, als ich je Präsident sein werde".
Magdalena Malec, Organistin, liess dann mit dem Eingangsspiel von Johann Sebastian Bach, 1. Satz aus dem Concerto in a-Moll BWV 593 die neue Orgel in voller Pracht erklingen.
In der von Pfarrer Christoph Frei bestens passenden Predigt zur Einweihung erfuhren wir, wie er einmal nachts zur späten Stunde in die Kirche ging und einen leisen Seufzer hörte. Er dachte zuerst, es sei der Intonateur, der war aber nicht mehr da. Es war die Orgel. Daraus entwickelte sich ein Zwiegespräch, gespickt mit Feinheiten, was sich im Zusammenhang mit dem Orgelprojekt alles so abgespielt haben soll.
Hanspeter Haug, Gemeindepräsident von Weiningen, befasste sich in seiner Ansprache auch mit der Geschichte der Weininger Orgeln. Er musste am meisten lachen, als er las, dass die erste Orgel einmal repariert werden musste, weil der Organist das Instrument zu einseitig spielte und die einzelnen Stimmen verklebten. Damit wir in Zukunft für solche Fälle gewappnet sein werden, übergab er uns einen "Pfeifenputzer".
Wendelin Eberle, Geschäftsführer der Rieger Orgelbau AG war mit einer 16-köpfigen Delegation angereist. Er dankte, dass er die Orgel liefern durfte und bedankte sich bei allen, die am Kunstwerk mitgearbeitet hatten.
Total rund 8'000 Arbeitsstunden wurden von der Planung bis zur Intonierung für die Orgel aufgewendet.

Apéro Riche
Anschiessend an den Gottesdienst waren alle Gottesdienstbesucher zum Apéro im Schlössli Weiningen eingeladen. Der von Denis Beutler bestens organisierte Apéro und die durch die CEVI verwöhnten Gäste sorgten für gute Stimmung. Das von Party Vogel (Urs Stutz) gelieferte Apéro-Buffet fand grossen Anklang und wurde sehr genossen. Mit Weininger Weinen von Hanspeter Haug und Suri Haug wurde das ganze abgerundet. Ein grosses Dankeschön an das Apéro-Team.

Einweihungskonzert
Jackie Rubi begrüsste am Nachmittag die Konzertbesucher und dankte den Pfeifenpaten, Vereinsmitgliedern und freiwilligen Helfern, die zum Gelingen des Sponsoring-Projekts beitrugen. In einem kurzen Durchlauf wurden alle gespendeten Pfeifen angespielt. Nach dem Konzert konnte jeder Sponsor noch seinen Ton hören und eine Urkunde in Empfang nehmen.
Organist Felix Gubser eröffnete das Konzert mit der berühmten Toccata und Fuge in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Mit diesem fulminanten Werk erstrahlte die Orgel in ihrer vollen Klangfülle. Dass auf der Orgel auch Jazz gespielt werden kann, wurde durch Jackie Rubi mit Eddie Walker am Schlagzeug hervorragend demonstriert.
Mit Hossein Samieian, Querflöte, Kurt Meier, Oboe und Felix Gubser erlebten die Besucher virtuose klassische Musik. Das perfekte Orgelspiel von Felix Gubser fügte sich von dezent bis forte wunderbar in die Orgeldemonstration ein.
Nach der Pause wurde die aussergewöhnliche Arbeit von Jackie im "Verein neue Orgel Weiningen" durch ihre Vorstandsmitglieder mit dem Bild "Träumerei" von Anna F. Helfer und einer gerahmten Festschrift verdankt. Mit dem von Jackie und Felix 4-händig und 2-füssig gespielten Boléro von Maurice Ravel mit Schlagzeugbegleitung kam vom leisen Anfang bis zum Ende des immer lauter werdenden Werkes das ganze Volumen der Orgel zum Tragen.

Herzlichen Dank an alle, die dieses Wunderwerk Realität werden liessen.

Einweihung Einweihung
Begrüssung von Jackie Rubi Dankesworte an Wendelin Eberle
Einweihung Einweihung
Felix Gubser an der Orgel, Hossein Samieian, Querflöte, Kurt Meier, Oboe
Einweihung Einweihung
Eddie Walker am Schlagzeug, Jackie Rubi und Felix Gubser
Einweihung Eddie Jackie und Felix
   
Einweihung Einweihung
Kurt Pech, Vice-Präsident und Katrin Gloor, bedanken sich bei Jackie Rubi für die Arbeit im Verein neue Orgel Weiningen
Alle
   

Mit grosser Erleichterung - das Konzert wird mit viel Applaus verdankt.
v.l. Eddie Walker, Jackie Rubi, Wendelin Eberle, Felix Gubser, Christian Metzler, Hossein Samieian, Kurt Meier

Biografien der Musiker

Felix Gubser, Felix Gubser, geboren 1954 in Zürich. Nach der Matura Beginn des Musikstudiums am Konservatorium Zürich, beendet mit den Lehrdiplomen für Orgel und für Klavier. Weiterstudium an der Musikhochschule Zürich. 1980 Reifezeugnis für Orgel "mit Auszeichnung". 1982 Studienabschluss bei Erich Vollenwyder, einem Schüler von Marcel Dupré, mit dem Solistendiplom.
Lehrtätigkeit an der Kantonsschule Enge, Zürich, und von 1975 bis 2015 Kirchenmusiker an St. Peter und Paul, Zürich. Gründer und Intendant verschiedener Konzertzyklen, u.a. der „Zürcher Orgeltage“. Zahlreiche CD-Einspielungen, Radio- und Fernsehaufnahmen, rege Konzerttätigkeit und Teilnahme an bekannten Orgelfestivals in vielen Ländern Europas, in Asien und den USA.

Hossein Samieian hat seine Ausbildung in Teheran (seinem Geburtsort) und an der Wiener Musikhochschule bei Professor A. Tripp absolviert und mit dem Konzertdiplom „mit Auszeichnung“ abgeschlossen. Weitere Studien folgten bei Professor A. Nicolet in Freiburg im Breisgau. 1995 wurde ihm für seine musikwissenschaftliche Arbeit „Art und Verwendung der Verzierungselemente in der Barockmusik“ von der Musikhochschule Wien der Magister-Titel verliehen. 1978 gewann Hossein Samieian den 1. Preis beim NIRT-Wettbewerb in Teheran. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Teheraner Opern- und Symphonieorchester wirkte er von 1985-2006 im Symphonieorchester Vorarlberg, Bregenz. Er leitete das Amaria-Bläser-Quintett, welches mehrfacher Preisträger verschiedener Musikwettbewerbe ist. Doktorat im Fachbereich Musikpädagogik. Lehrätigkeit in Österreich und im Fürstentum Liechtenstein. Zahlreiche Auftritte als Solist mit verschiedenen Orchestern in ganz Europa und in Japan, mit dem Louis-Spohr-Kammerorchester, Savaria-Symphonieorchester, Arpeggione-Kammerorchester.

Kurt Meier hatte seit dem 12. Altersjahr Oboenunterricht am Konservatorium Zürich bei André Raoult. Neben seiner musikalischen Ausbildung studierte er ausserdem Experimentalphysik an der Universität Zürich und schloss dieses Studium mit Diplom ab, bevor er sich ganz der Musik zuwandte. An der Staatlichen Hochschule für Musik in Freiburg i.Br. beendete er sein Musikstudium mit dem Solistendiplom bei Heinz Holliger. Kurt Meier entfaltet eine rege Konzerttätigkeit als Solist sowie als Kammermusiker im In- und Ausland. Ausserdem ist er Solo-Oboist des Zürcher Kammerorchesters. Tourneen als Solist mit Orchestern führten ihn durch viele Länder Europas, in den fernen Osten und nach Afrika. Zahlreiche CD- und Radioaufnahmen, mit etlichen Ersteinspielungen und Uraufführungen, ergänzen seine Konzerttätigkeit. An der Musikhochschule Luzern war er Professor für Oboe. Beim Amadeus Verlag in Winterthur betreut er als Herausgeber die Veröffentlichung von wertvollen Werken insbesondere der Bläserliteratur.

Jackie M. Rubi-Günthart - Das Orgelspiel ist ihr Leben
Mit 7 begann Jackie's musikalische Laufbahn auf dem Klavier. Sie besuchte im zweiten Bildungsweg die Swiss Jazz School in Bern, mit Hauptfach Hammondorgel und Klavier, berufsbegleitend die Musikakademie in neuzeitlicher Musik und Tonstudiotechnik, in Basel. Es folgten der berufsbegleitende Lehrgang für Lehrer für elektronische Tasteninstrumente in Trossingen, sowie der Hochschulabschluss mit Diplom am Konservatorium in Enschede, Holland in Jazz- und Theaterorgelmusik, neuzeitliche Solo- und Kammermusik sowie Pop-Arrangement. Sie absolvierte die kirchenmusikalische Ausbildung und erlangte das Orgeldiplom und Chorleiterdiplom.
Ob klassische Pfeifenorgelmusik oder Ländler bis Jazz - sie liebt alles - wenn es gut gespielt ist. Sie spielt Piano und Orgel in allen möglichen Formationen, sei es in der Big-Band, im Jazz-Trio, oder klassisch an der Pfeifenorgel.
Jackie Rubi konzertierte an internationalen Festivals im Elsass, Piemont, Rom, Lahti, Leipzig, St. Petersburg, Gent. Sie ist Inhaberin der Musik Günthart AG in Unterengstringen, unterrichtet Klavier und Orgel und ist Organistin an der reformierten Kirche in Uitikon-Waldegg.

Eddie Walker wurde am 22.03.1966 in Aldershot, Hampshire (GB) geboren. Nachdem er 12 Jahre in England und 2 Jahre in den USA verbrachte, lebt er seit 1979 in der Schweiz. Mit 16 Jahren nahm der Engländer Schlagzeugunterricht und bildete sich über die Jahre in Workshops mit namhaften internationalen Drummer stets weiter. Eddie Walker hat seit seinen musikalischen Anfängen in unzähligen Formationen Routine auf der Bühne und im Studio gesammelt, alles Erfahrungen, die sein heutiges Schaffen und seinen Stil prägt. Hier eine Auswahl von Projekten und KünsterInnen, die Eddie Walker bis heute live und oder im Studio begleitet hat: Betterworld, Gigi Moto, Martin Schenkel, P-Jay, Nuel, Newland, Cyrano, Rotosphere, For Joy, Griot, Jeff Siegrist, Yvonne Moore, Guido Ettlin (Funk-Projekt mit Manfred Mann-Sänger Noel McCalla), Andy White, Jimmy Dillon, Rhonda Dorsey, Hendrix Ackle, Knecht, Peter Finc und viele mehr.

 

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