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2. Werkstattbesuch bei der Firma Orgelbau Rieger
in Schwarzach im Vorarlberg
Montag, 9. November 2015, 13:00

Empfang Eberle Rieger Orgelbau
Empfang im Sitzungszimmer Herr Eberle zeigt die Orgel auf dem PC
Zinngiesserei Zinnpfeifen giessen
Zinngiesserei Zinn Platten Herstellung für Pfeifen
Pfeien Herstellung Pfeifen
Pfeifenherstellung Pfeife in Aufbau
Schreinerei Aufbau einer Orgel
Interne Schreinerei Rieger Orgelbau Teilweiser Aufbau einer Orgel
 

Der Orgelbau war eine Reise wert
37 Teilnehmer wurden durch den Geschäftsführer Wendelin Eberle am Nachmittag des 9. Novembers zur Werk Besichtigung in Schwarzach herzlich empfangen.

Die Firma
Die Firma wurde 1845 in Jägendorf (ehemals Sudetenland, heute Tschechien) durch Franz Rieger gegründet und nach dem 2. Weltkrieg aus dem Land vertrieben. 1946 startete man einen Neubeginn als „Rieger-Orgelbau“ in A-Schwarzach/Vorarlberg. Aktuell beschäftigt die Firma 62 Angestellte und 9 Lehrlinge. Die vielseitige Berufslehre des Orgelbauers erfordert höchste Ansprüche und beinhaltet auch Montagen in der ganzen Welt. Auszubildende lernen auch Orgelspielen! Die Orgelstunden werden von der Firma Rieger bezahlt und der Unterricht findet wöchentlich, während der Arbeitszeit statt.
Ausser den Gebläsemotoren wird alles in Schwarzach entwickelt und hergestellt. Die Firma ist auch spezialisiert für Revisionen und Restaurationen von bedeutenden historischen Instrumenten, was uns bei der Restauration von zwei historischen Orgeln gezeigt wurde.

Werkstatt-Rundgang
Als erstes durften wir miterleben, wie Zinnplatten für die Pfeifenherstellung gegossen werden. Maschinelles Bearbeiten der Folie auf die genau definierte Dicke (je nach Pfeifengrösse und gewünschter Tonhöhe) und Polieren auf Hochglanz. Zuschneiden der Platten auf die gewünschten Pfeifenmasse und Formen zu zylindrischen oder kegelförmigen Pfeifenelementen. Löten der Verbundstellen. Fertigung zur Zungen- oder Lippenpfeifen. Vorintonieren der Pfeifen in einem schalldichten Raum, erfordert vom Intonateur ein ausgezeichnetes Musikgehör und Klangverständnis.
Wer Lust hatte, durfte den Pfeifenzylinderverbund mit einer Lötnaht selber Handanlegen.

Holz im Orgelbau
Beim Rundgang bekamen wir einen ausführlichen Einblick, wo überall Holz verwendet wird, z.B. für Holzpfeifen, Windladen, Verteilkasten, Spieltische und Orgelgehäuse, etc. Es werden bis zu 14 Holzarten verwendet, welche hauptsächlich aus den umliegenden Wäldern bezogen und vor dem Verarbeiten mehrere Jahre gelagert werden.
Zur Holzbearbeitung werden Maschinen aus der Gründerzeit bis zu hochmodernen, CNC-gesteuerten eingesetzt.

Rieger Electronics
In diesem Bereich ist die Firma weltweit tonangeben, was uns eindrücklich bei der Herstellung von Setzersystemen, Registersteuerungen, Elektr. Trakturen, Tastensensoriken, Steuerventile, usw. gezeigt wurde.

Setzertableau für Registerspeichenrung
Nach dem eindrücklichen Besuch wurde das Erlebte beim anschliessenden Imbiss nochmals lebhaft ausgetauscht. Man freut sich schon jetzt auf den zweiten Besuch im nächsten Frühling, bei welchem dann unsere Orgel im Aufbau besichtigt werden kann.

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